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Alle Rezensionen zu Hardcore Superstar
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Hardcore Superstar
(2006, Gain Recordings GPCD27)

Wäre da nicht Joakim »Jocke« Bergs kreischendes Krächzen, wären Hardcore Superstar zunächst nur eine von vielen (schwedischen) Sleaze-Rockcombos. Die Stimme – im Opener »Kick On The Upperclass« kurz vor Schluss übrigens mal in natura zu hören – drückt dem Bandsound definitiv einen unverkennbaren Stempel auf. Der Fünftling ist allerdings die bis dato stärkste Scheibe des Quartetts und ragt damit ohnehin aus den Veröffentlichungen der Genrekollegen heraus.

»HARDCORE SUPERSTAR« rockt ohne Ende. Die 12 Songs trumpfen auf mit sattem Groove, starken Melodien, eingängigen Chören und dennoch hat jeder seinen eigenen Charakter. Bassbetont fett groovt »She's Offbeat«, dagegen begeistert »We Don't Celebrate Sundays« mit einem geilen Chor. Dreckig und laut stampft »Wild Boys« aus den Boxen. Überhaupt strotzt der 49-Minüter vor Ohrwürmern. Zu mäkeln gibt es nichts – wen(n) der Gesang nicht stört. Jocke, Gitarrist Vic Zino, Basser Martin Sandvick und Schlagzeuger Magnus »Adde« Andreasson präsentieren sich auf der Killerscheibe als perfektes eingespieltes Team. Schmutzig, rotzig, rau. Wir wollen mehr davon! (nat)

 Hardcore Superstar: Hardcore Superstar

Offizielle Website

Offizielle Website      www.hardcoresuperstar.com

   

Split Your Lip
(2010, Nuclear Blast NB 2671-2)

Mitä? Ist das Finnisch? Hab ich die falsche CD im Player? Nein, der zweite Song »Guestlist« der Schweden Hardcore Superstar beginnt tatsächlich mit einer herzhaften finnischen Stimme. Abgesehen davon ist auf »SPLIT YOUR LIP« alles beim Alten: Das Quartett um Jocke Berg bleibt auch 2010 der Genre-König, stampfend, groovend, krächzend, dreckig, laut. Die elf Songs bieten alles was das Sleaze-Rockerherz begehrt: Fette Mitgrölhymnen wie »Last Call For Alcohol«, Balladen in denen Jocke stark an Axl Rose in »Patience« erinnert (»Here Comes The Sick Bitch«), Headbanger im Mötley Crüe-Stil wie der Opener »Sadistic Girls«.

PS: Die Geschichte zum Cover laut Schlagzeuger Adde: »Die ursprüngliche Idee war, eine sexy Frau auf dem Cover zu haben, die einem Mann den Rücken zerkratzt, aber als wir dann eine Dinner-/Sauna-/Trink-Session hatten und dabei das neue Album hörten, ging es in eine andere Richtung. Wir saßen alle in der Sauna und drehten die neuen Songs auf. Unser lieber Freund Biffen (…) machte das universelle Zeichen fürs Muschi lecken und unser Plattenfirmen-Chef Markus Tagaris von Gain Records Schweden führte die Idee direkt weiter.« Mahlzeit. (nat)

   

Bad Sneakers And A Piña Colada
(2000, Music For Nations/Zomba CDMFN256)

Zum Glück spielen die 1997 gegründeten Hardcore Superstar keinen Hardcore, sondern punkig angehauchten (Sleaze)Rock. »BAD SNEAKERS AND A PIÑA COLADA« gilt international als das Debüt der Schweden, doch tatsächlich ist es der Nachfolger des nur in ihrer Heimat erschienen Albums »IT'S ONLY ROCK'N'ROLL«. Das Quartett präsentiert seine tätowierten Körper und legt los: Der Rock'n'Roller »Hello / Goodbye« startet die knapp 45 Minuten.

Das Schlagzeug scheppert, die Gitarren schrammeln, Jockes Stimme kippt von (Glam)Rock zu Krächzen. Doch die Nordmänner können nicht nur das Gaspedal durchtreten à la »Punk Rock Song«, gerade bei langsameren Stücken zeigen sie ein gutes Händchen für Melodien, wie in »Liberation« oder »Someone Special«. Die 13 Songs sind melodisch, unkompliziert und überwiegend sehr partytauglich, garniert mit einem guten Schuss Kick-Ass-Attitüde. Das einzige Problem: Kaum einer davon verdient das Prädikat »zeitlos«. (nat)



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