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En Hand I Himlen
(2009, Hybris HYBR072)
Knietief in den 80ern steht er, der Herr Romantiker aus Stockholm. Die Synthieverliebtheit von OMD, Ultravox und Visage hat im künstlerischen Schaffen des jungen Herrn Johansson tiefe Spuren hinterlassen. Lieber zu viel als zu wenig, wird sich die Nachwuchskraft gedacht und mit der flachen Hand auf den Drumcomputer gehauen haben, damit der seine Arbeit auch ordentlich puckernd verrichtet. Dies war mit Sicherheit die einzige unsanfte Aktion, die auf »EN HAND IN HIMLEN« stattgefunden hat, dem Debüt des Jungspundes, der seine dekorativ hohen Wangenknochen gekonnt ins Foto zu setzen weiß. Waidwund ist er von den Blessuren, die ihm das Leben und die Mädels verabreicht haben. Dieses Leiden ist leise, sehnsüchtig und schmachtend. Das kann man nur im geschraubten Falsett tun, sonst wirkt das nicht so richtig.
Sehr gefällig ist er ausgefallen, dieser Erstling. Stolpersteine gibt es hier keine. Würde das beschauliche Schlendern behindern, das zu diesen Klängen die einzig mögliche Gangart ist. Mit ein paar übermütigen Tanzsschritten dazwischen, wenn den Nachwuchs-Melancholiker unversehens die Leichtigkeit des Seins übermannt. Kommt vor. Wenn eine geradezu südländische Sommerleichtigkeit und Töneverliebtheit einsetzt. Herr Johansson wäre kein Schwede, gelängen ihm in diesem Synthie-Sirup nicht immer wieder unwiderstehliche kleine Popmomente, die abheben wie die Staubflocken auf der Fensterbank nach einem kleinen Windstoß. (emv)
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