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Alle Rezensionen zu Sonata Arctica
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Winterheart's Guild
(2003, Century Media/SPV 77515-2)

Sehr melodiösen Metal, häufig auch mit durchgedrückten Gaspedal - das ist der Stil, dem sich die Finnen verschrieben haben. Jeder der zehn Songs hat auf seine Weise Ohrwurmcharakter und verleitet ganz massiv zum Mitsummen. Der einprägsame Up-Tempo-Opener »Abandoned, Pleased, Brainwashed, Exploited« fegt auch gleich nachhaltig durch des Hörers Oberstübchen.

Entspannung bietet schließlich das anfangs gebremst vorgetragene »Gravenimage«: Keyboards umschmeicheln die Ohren und stimmen auf Tony Kakkos' Gesang ein, und ehe man es sich versieht, beginnt man wieder mitzusummen, bis die Gitarrenfraktion mächtig Druck macht. Nach ähnlichem Muster gestrickt zeigen sich die restlichen Songs: Melodiösen Parts mit herrlich mehrstimmigen Refrains, angefettet mit Keyboardklängen, folgen nahezu ungebremst dahinbretternde Parts, in denen immer und immer wieder die Gitarren das Kommando übernehmen. (hog)



Siehe auch:
Northern Kings

 Sonata Arctica: Winterheart

Offizielle Website

Offizielle Website      www.sonataarctica.info/site07

   

For The Sake Of Revenge - Live
(2006, Spinefarm 233CD)

»FOR THE SAKE OF REVENGE«, die erste Live-DVD der Finnen überbrückt die Wartezeit bis zum Nachfolger des 2004er Albums »RECKONING NIGHT«. Natürlich in Tokio, umgeben von ihren größten Fans, schneiden Stratovarius 2005 eine Show mit, packen diese auf DVD und CD. Der Fünfer eröffnet die Shows mit Stücken vom vergangenen Studioalbum wie »Blinded« und »Misplaced«. Das Publikum feiert die spielfreudige Truppe, vor allem die spannenden Duelle von Gitarrist Liimatainen kontra Keyboarder Klingenberg.

Auf »Wolf & Raven« müssen die Fans hier verzichten, dafür reiht die Band ihre Hits wie »Full Moon«, »Victoria's Secret« plus »Replica« aneinander. »Something more speedy« haben sie mit »8th Commandment« in petto. Der Silberling dürfte die Fans vor dem Player ebenso begeistern, wie jene welche im Land der aufgehenden Sonne frenetisch mitsingen. (nat)

   

Reckoning Night
(2004, Nuclear Blast NB 1315)

Die vierte Scheibe der Finnen geht einen Kompromiss ein zwischen Geheimtipp und Erfolg, zwischen »die alten Fans nicht vor den Kopf stoßen« und dem »Beschreiten neuer Pfade«: Alte Power Metal-Elemente samt Keyboards und Kakkos Jodel-Arien treffen auf ungewohnt harte Gitarrenriffs, etwa in »Wildfire«.

Ein echter Ausreißer in Sachen komplizierter Rhythmik: der etwas bizarre Titel »The Boy Who Wants To Be A Real Puppet«. Schleierhaft bleibt, weshalb das scheinbare Titellied »Reckoning Day, Reckoning Night« nur ein atmosphärisches Intro für die Single »Don't Say A Word« darstellt. Um wirklichen Zugang zu »RECKONING NIGHT« zu finden: mehrfach hören. (nat)

   

Songs Of Silence – Live In Tokyo
(2002, Century Media/SPV 7277017746327)

Die größten und treusten Fans der Finnen headbangen in Japan. Preisfrage: Wo wurde das Livealbum aufgenommen? Genau. Melodiös, schnell und makellos rasen Gitarrist Liimatainen, Schlagzeuger Portimo und Bassist Paasikoski durch Tokyo, während Kakko theatralisch ins Mikro wimmert.

Neben Mikko Harkin beherrscht auch der Sänger die Tasten und ermöglicht live den Einsatz zweier Keyboards. Leichte Live-Stimmung kommt auf, wenn die Japaner die Band mitschreiend anfeuern. Die Songs stammen allesamt von den bis dato erschienen zwei Alben – daher stellt sich die Frage, ob dieses hier wirklich ein Muss für alle für Fans ist. (nat)



Siehe auch:
Wingdom

   

Silence
(2001, Spinefarm/SPV 7277017736328)

Die Nordmänner aus Kemi eröffnen ihre zweite Scheibe zum Titel passend ruhig, instrumental – und attackieren postwendend, nahtlos mit »Weballergy«. Leichte Erinnerungen an Stratovarius keimen auf, verflüchtigen sich beim Mittelgeschwindigkeits-Song »The End Of This Chapter« wieder, welcher neben kunstfertiger Keyboardhandhabung einige Grunzer Kakkos einbezieht.

Stimmungsvolle Balladen wie »Last Drop Falls« und schneller Melodic Metal regieren gleichberechtigt auf »SILENCE«; Klavierintro und Doublebase lösen einander ab, hier ein Instrumentalstück, da ein elfminütiger Epos – und schon ist alles vorbei. Power Metal-Freunde sollten jetzt den Repeat-Knopf drücken. (nat)



Siehe auch:
Stratovarius



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