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Switchblade
(2009, Trust No One tno035)
…und wieder grüßt die Selbstbetitelte. Die schwedischen Switchblade veröffentlichen in schöner Regelmäßigkeit Alben ohne Namen, die sich nur in Cover und Jahreszahl unterscheiden 2000, 2001, 2003, 2006, 2009). Auf Langspieler Numero fünf prangt ein schwarzer, dreiarmiger Kerzenständer in düsterer Umgebung. Genauso finster klingen die schlicht »Part I«, »Part II« und »Part III« genannten Stücke der Doom Metaler.
Langsam wälzen sich Anders Steens Basslinien aus den Boxen, gelegentlich hämmert Tim Bertilssons Schlagzeug durch die zähe Masse. Gitarre und Klavier spielt Johan Folkessons so monoton, so langsam, dass sie die be- und erdrückende Atmosphäre nur verstärken. Zu dieser vertonten Weltuntergangsstimmung faucht und schreit Steen im Hintergrund vereinzelt pessimistische Texte ins Mikro. Den 49-Minüter arrangierte das Düster-Trio sehr homogen, die einzelnen Stücke fließen unmerklich ineinander über, sie könnten tatsächlich ein einziges, überlanges Werk sein. Wer schon immer die Grenzen der Langsamkeit erforschen wollte, lasse sich von diesem permanent beklemmenden Oeuvre hypnotisieren. (nat)
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