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Aboa Sleeping
(2009, Shelflife Records LIFE057)
Selten genug kommt es vor, aber es gibt sie, diese Popalben, die wie Luftballons elegant abheben und in mühelosem Bogen gen Horizont entschweben. »ABOA SLEEPING«, das Debütalbum des Duos Burning Hearts um Jessika Rapo und Henry Ojala, findet vom ersten Ton an eine Leichtigkeit, die ungeheuer selbstverständlich wirkt. Aber dahinter stecken Konzentration und Können! Rapo und Ojala sind respektive bei den beiden im Twee- und Indiepop verwurzelten Formationen Le Futur Pompiste und Cats On Fire aktiv. Und schaffen es tatsächlich, nach keiner von beiden zu klingen! Indem sie auf die allerzärtlichste und allerkundigste Weise die besten Ingredienzen aus 60ies-Zitaten, reduziertem Synthiepop und blasser Empfindsamkeit für ihre Zwecke einspannen und zu etwas weiterentwickeln, was ganz und gar ihr Eigenes ist!
Eine gewisse Ernsthaftigkeit gehört dazu, um dieses Vorhaben gelingen zu lassen. Und diese Hürde nehmen die beiden Finnlandschweden, getragen durch Jessika Rapos sanftstarker Stimme, mit Leichtigkeit. Prahlen und in den Vordergrund spielen ist ihre Sache nicht, dafür strahlt ihr bewusstes Understatement um so nachdrücklicher. Burning Hearts erteilen uns die Lizenz zum Träumen. Zum Schweben. Und wenn im Titelstück »Aboa Sleeping« das nächtliche Turku (auf schwedisch: Åbo), der Fluss Aurajoki und ein unbestimmter Schmerz auf überraschend überwältigende Weise zusammenkommen, dann ist es ein Lächeln, ein liebevoll melancholisches Lächeln, das bleibt. (emv)
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