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IV
(2009, Kaakao Records/Nordic Notes NN029)
Wie oft kommt es vor, dass man zu Progressive Rock spontan aufstehen und tanzen möchte? Wie of kommt es vor, dass man unwillkürlich über beide Ohren lächeln muss dabei? Wie oft kommt es vor, dass man vor lauter Leichtigkeit zur Musik hüpfen und springen möchte? Die einfache Antwort: Sehr, sehr selten! Denn der Progressive Rock ist viel zu oft eine schwere und tiefernste Angelegenheit.Es geht auch anders! Wie Taipuva Luotisuora auf ihrer ironischerweise »IV« betitelten dritten Veröffentlichung zeigen. Diese fünf mitteljungen Herren, die aus dem weiteren Dunstkreis der Hippie-Waldschrate Hidria Spacefolk stammen, scheren sich wenig um reines Revierdenken. Sind temperamentvoll-ungebärdig wie junge Hunde. Träumen, swingen, rocken, experimentieren.
Streifen abenteuerlustig den beflügelten Jazz von Pat Metheney, die Synthielastigkeit der verschwurbelten 70er-Haschrockrebellen, die folkige Verträumtheit der Spätblumenkinder und die Rockigkeit von aufrechten Heroen wie Hawkwind. Auf Gesang wird fast vollständig verzichtet, was der temperamentvollen Zartheit dieser Aufnahmen bestens steht. Das Quintett steigert sich hier in ungemein positive, fast schon rauschhafte Zustände unbändiger, energiegeladener Spielfreude. Unter Einsatz altfinnischer Instrumente wie der Kantele! Fast wünschte man sich, ein Regisseur käme daher und drehte einen Film zu diesem Soundtrack. Es kann nur ein atemlos lächelndes Roadmovie werden. (emv)
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