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Alle Rezensionen zu Triakel
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Vintervisor
(2001, Westpark/Indigo 9711-2)

Ihre zweite CD sollte eine Sammlung von Winterliedern werden, denn schön kitschfreie findet man kaum. Sängerin Emma Härdelin von der Truppe Garmarna, der Geiger Kjell-Erik Eriksson – sonst bei Hoven Droven in Dienst – und Janne Strömsted am Harmonium schlossen sich also mit Unmengen von Ingwerplätzchen (ob auch Glögg dabei war, ist nicht überliefert) im ganz und gar unwinterlichen Monat Mai im Studio ein. Dort nahmen sie eine Reihe von Weihnachts- und Adventsliedern auf, dazu einen Lobgesang auf die zwölfte Nacht und eine Neujahrshymne.

Herausgekommen ist eine berückende Sammlung an Winterweisen, die vor allem durch ihre raue Klarheit tiefen Eindruck hinterlässt. Stimme, Violine und Harmonium fügen sich zu einem sirrenden Dreiklang zusammen, dessen Stränge sich verspielt aneinander reiben und dann wieder gemeinsam losspurten: Die wohl beste Alternative zu »Jingle Bells« und Konsorten. (peb)



Siehe auch:
Garmarna
Hoven Droven
Emma Härdelin, Katarina Hallberg, Johanna Hertzberg ..

 Triakel: Vintervisor

Offizielle Website

Offizielle Website      www.triakel.com

   

Sånger Från 63° N
(2004, Westpark/Indigo WP 87104)

»Als Ausgleich zum Rock- und Heavy-Zeug« von Garmarna und Hoven Droven sehen Sängerin Emma Härdelin, Harmoniumspieler Janne Strömstedt und Fiddler Kjell-Erik Eriksson ihr »Liebhaberprojekt« Triakel. Doch nur weil akustische Intrumente zum Einsatz kommen, heißt das noch lange nicht, dass die derben Volkslieder nun viel gesitteter klingen: Es geht ums saufen, raufen, stechen und wehklagen – die Grundverhaltensmuster unserer Gesellschaft eben.

Triakels Lieder vom 63sten Breitengrad – also etwa aus Mittelschweden Höhe Östersund – wirbeln und wiegen sich; sie poltern dermaßen und hüpfen, dass man sogleich den Heuboden freiräumen und alle Nachbarsbauern zum Tanz laden will. Hätte man noch einen Wunsch frei, wäre es der: etwas mehr Abwechslung. (lha)

   

Triakel
(1998, Westpark/Indigo 87060)

Auch auf Triakels Debüt stand Emma Härdelins charakteristische Stimme schon klar im Zentrum: Gegen ihren, bisweilen mit saftig-bäuerlicher Herbe von Blutmoritaten, Verrat und Bestien erzählenden Sirenengesang kommen Harmonium und Geige kaum an - obwohl doch auch schon sehr durchsetzungsfähige Instrumente.

Triakels Weihnachtsalbum »WINTERVISOR« wirkt zweifellos geschlossener, aber auf ihrem ersten Lebenszeichen blitzt dafür mehr von der klaren Einfachheit, von der wilden Kälte der nordschwedischen Weite durch. Man spürt einfach, trotz der Texte: Alles ist gut, ist richtig so, muss so sein. (peb)



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