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Nåde
(2006, Petroleum Records/Sony BMG RRCD-11)
Falls Abgeklärtheit, Lebensweisheit und souveränes Beherrschen des eigenen Handwerkszeugs langweilig klingen sollten, rufe ich laut: »Halt, völlig falsch!« Der Altmeister unter Norwegens Liedermachern ist alles andere als dröge. Auf »NÅDE« sitzt jeder Ton, jeder Akkord. Hier ist weniger mehr und die Konzentration aufs Wesentliche so aufregend, dass sich ein warmes Feuer entzündet, an dem man sich die kalten Hände wärmen kann.
Eidsvåg tut hier nichts anderes, als Geschichten zu erzählen. Sparsam, aber auf den Punkt instrumentiert. Er scheint nach fast zwei Dutzend Alben auf einer Hochebene angelangt zu sein, die nur ihm gehört, im Zenith seines Könnens. Was sich unten tut, wo sich der hoffnungsvolle Nachwuchs tummelt, hat er trotzdem im Blick: Das Duett mit Chanteuse Elvira Nikolaisen (aus dem Nikolaisen-Clan: die Geschwister spielen bei Serena-Maneesh und Silver) gehört zu den Höhepunkten des Albums. (emv)
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