|
Angelgold Pike's Jaw
(2003, 9PM/Indigo 023)
Mr. Mäkkelä – der eigentlich Martti Trillitzsch heißt und in Fürth den Plattenladen Kioski betreibt sowie die Labels Humppa, 9PM und Tug Rec – lebt schon längst nicht mehr (nur) in Finnland, sondern pendelt zwischen Fürth, Amerika und seiner ehemaligen nordischen Heimat. Als Weltenbummler wirkt dieser Kauz, der seinen nöligen Gesang meist nur mit elektrischer Gitarre begleitet, wie eine verschrobene Kreuzung aus Elvis Costello und Tom Petty.
Doch Mäkkelä wäre kein Finne, wenn er nicht skurrile Sounds wie eine fiepsige Melodica, pluckernde Samples oder eine durch elektronische Effekte geschredderte Mandoline hinzu addieren wurde. Trotz der Hilfe einiger Gesinnungsgenossen wie Butcher Boy, Mano Nelson oder Beattie bleibt die Instrumentierung allerdings immer sparsam, fast karg. Kurz: ein durchweg atmosphärisches Album mit sympathischen Anleihen bei Singer-/Songwriter-Bescheidenheit, LoFi-Flair und amerikanischem Pop-Underground. (peb)
|