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Alle Rezensionen zu Bushman's Revenge
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

You Lost Me At Hello
(2009, Rune Grammofon/Cargo RCD 2083)

Es ist wohl nicht mehr abzustreiten: Das Label Rune Grammofon wird rockig. Und zwar hallo. So richtig roh und dreckig, mit schrubbernden Gitarren und Bassgewühle. Zumindest auf diesem Album vom Trio Bushman's Revenge. Gitarre, Bass und Schlagzeug, das ist das Starterkit einer jeden Rockkapelle, und mit dieser Basisausrüstung machen die drei ordentlichen Lärm. Das Ergebnis liegt irgendwo zwischen Jimi Hendrix, Doom-Metal und Bluesrock der alten Schule. Was nicht heißen soll, dass es hier um einfach gestrickte Songs geht, ganz im Gegenteil.

Oft verwickeln sich die Strukturen heillos, und es gibt Soli und Feedbacks und humpelnde Rhythmen, um dann erlösend in einem knallenden Riff zu enden. Ziemlich aufreibend, ziemlich spannend – aber was den Abwechslungsreichtum angeht, durchaus noch ausbaubar. Jedenfalls, zum Headbangen und Luftgitarrespielen reicht's dicke! Wir sind gespannt auf mehr solcher Racheaktionen ... (sep)

 Bushman

Offizielle Website

Offizielle Website      www.bushmansrevenge.com

   

Jitterbug
(2010, Rune Grammofon/Cargo RCD 2097)

Da hatten wir in der Rezension zum Album »YOU LOST ME AT HALLO« grad noch von den harten Gitarren von Bushman's Revenge geschwärmt – da besinnen sich die Jungs und werden balladesk. Was dem großen Bogen ihres Albums »JITTERBUG« nur gut tut – und außerdem von Reife zeugt. Für zwei Tracks hat sich das Trio zudem Ståle Storløkken dazugeholt, der Hammondorgel-Sounds aus den gloriosen 70ern heranbeamt. Was ja passt, da der ganze Sound der Band in diese Richtung schaut.

Zur Beruhigung: Natürlich gibt es auch hier die fetzigen Schrammel-Tracks, wildes Gitarrengeheul und dicke Riffs. Aber die Balladen sind die eigentlichen Aufhorcher. »While My Guitar Gently Breaks« zum Beispiel. Die Ballade hat einen fetten, herrlich pathetischen Unterton, die Orgel jault und schleudert. Das ist Musik, zu der man lauthals im Auto zweite Stimmen singt und dazu im Takt aufs Lenkrad schlägt. Der nächste Track: Noch 'ne Ballade! »Too Old To Die Young« heißt die, ebenso ironisch und wort(an)spielungsreich betitelt wie alle Tracks. Diesen Song würde man indes gern Quentin Tarantino für seine nächste große tragische Liebesszene empfehlen. Cooles Pärchen irgendwo in einer staubigen US-Wüste oder so ... (sep)



Siehe auch:
Ståle Storløkken



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