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Alle Rezensionen zu Helheim
(Genre »Metal«, Land »Norwegen«)

 

Heiðindómr Ok Mótgangr
(2011, Dark Essence Records KAR061)

Nach der eher schwachen »ÅSGARDS FALL«-EP und dem soliden Langspiel-Vorgänger »KAOSKULT«, schaffen es Helheim mit »HEIÐINDÓMR OK MÓTGANGR« endlich wieder zu begeistern. Die Norweger vermischen auf ihrem Siebtling Black Metal mit einem winzigen Hauch Viking und sehr viel Helheim. Unglaublich gut produziert füllt das Quartett seine neun Songs mit komplexen Gitarrenmelodien, einem wuchtig groovenden Schlagzeug, Schreien und rauen Growls der Sänger V’gandr / H’grimnir im Wechselspiel.

Ich kann es nicht erklären, aber: wenn das Quartett in seiner Muttersprache singt, klingt es sofort doppelt so gut – und das tut es hier in allen Songs. Keine Panik, englische Übersetzungen liefern sie im Booklet mit. Helheim glänzen mit unzähligen Stimmungs- und Geschwindigkeitswechseln vom rasenden Schwarzmetaller »Nauðr« bis zum ruhigen »Maðr« mit Klargesang. Als Gäste haben sie übrigens alte Bekannte dabei, wie Hoest (Taake), Gunnar Emmerhoff und PV am Mikro sowie Trine Mjanger am Waldhorn. Fazit: Ursprünglich, rau, stimmig – kaufen! (nat)



Siehe auch:
Taake
Einherjer

 Helheim: Heiðindómr Ok Mótgangr

Offizielle Website

Offizielle Website      www.helheim.com

   

Åsgards Fall
(EP, 2010, Karisma KAR060)

Das neue Studioalbum »HEIÐINÐÓMR OK MÓTGANGR« ist für Anfang 2011 geplant. Damit die Fans Helheim in der Zwischenzeit nicht vergessen, veröffentlichen sie die EP »ÅSGARDS FALL«. Den Anfang machte das zweigeteilte Titelstück, dessen erste Hälfte sich nach einem ruhigen Beginn dem epischen Black Metal zuwendet, mit Chören, Windgeräuschen, Donnergrollen – und einem Horn. Ein längeres melodisches Zwischenspiel (unter anderem mit Akustikgitarren und Klargesang) leitet den Übergang zur zweiten, zwölfminütigen Hälfte ein. Diese schleppt sich meist harmonisch gemächlich dahin, trotz teils rockiger Gitarren, Krächzgesangs und dominanten Schlagzeugs.

Nach dem instrumentalen »Helheim Part 7« bietet das Quartett plus Gastsänger Hoest (Taake) einen Vorgeschmack auf die kommende Scheibe, mit dem rasant schwarzmetallischen »Dualitet Og Ulver«. Als Schlusspunkt des 35-Minüters dient ein Remake von »Jernskogen«. Fazit: Kann man kaufen (aufgrund des experimentellen Titelsongs), muss man aber nicht (der Rest). (nat)



Siehe auch:
Taake

   

Kaoskult
(2008, Dark Essence Records KAR037)

»We need to let Metal and Odin catch the kids before Jesus does!« sprach Schlagzeuger Hrymr – und so feierten Helheim die Veröffentlichung von »KAOSKULT« mit einem kleinen Akustik-Gig im Klosteret Kindergarten(!) im norwegischen Bergen. Die Band spielte dort den Opener »Det Norønne Alter« sowie den Schlusstrack »Svart Seid« und erzählte den Kindern Geschichten aus der Nordischen Mythologie. Dasselbe tun die Norweger, seit ihrer Gründung anno 1992 und dem drei Jahre später folgenden Debüt »JORMUNDGAND« (»MIDGARDSCHLANGE«), praktisch auch auf ihren Studioalben.

Stilistisch irgendwo im Black Metal-Bereich mit Folktouch verwurzelt, paddelt das Quintett um Rhythmusgitarrist/Sänger H'grimnir und Bassist/Sänger V'gandr nun im Fahrwasser ihrer Landsmänner Enslaved. Die einst als (zu) sperrig, (zu) unzugänglich verschrienen Musiker scheinen nun massentauglicher werden zu wollen. Die Kleinen konnten Helheim bereits für sich begeistern, die Großen mögen reinhören – und selbst entscheiden. (nat)



Siehe auch:
Enslaved

   

Yersinia Pestis
(2003, Massacre Records/Soulfood 028466 103604)

Die Jungs von Helheim legen sich auf ihrem mittlerweile vierten Longplayer mächtig ins Zeug und kämpfen laut Band-Info vor allem gegen dumpfe, satanische Elemente an - dabei kreieren sie ihren ganz eigenen Stil. Gekreischt und gegrunzt wird aber trotzdem, was das Zeug hält - also ganz in Black Metal-Manier. Durch gekonnt eingesetzte Keyboards kommt oft auch die notwendige düstere Stimmung auf, und so bringen Helheim das Blut eines jeden Black Metalers trotz Vermeidung aller Klischees zumindest teilweise zum Kochen.

So recht mag der Funke bei den fünf Norwegern aus Bergen aber dennoch nicht überspringen - zu verworren sind die Songstrukturen; zu wenig bleiben sie deshalb im (gut durchgeschüttelten) Gehirn eines Black Metalers hängen. (hog)



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