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Silent Ruins
(2009, Napalm NPR279)
Es gibt einfach zu viele Bands: »SILENT RUINS« ist bereits das vierte Album von Isole – und mein Erstes. Die in grauer Vorzeit unter dem Namen Forlorn (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Truppe aus Norwegen) agierende Band packt gerade mal sieben Songs auf die Scheibe. Doch bereits der Opener bringt es auf satte elf Minuten, langsam und sehr düster schleppt sich »From The Dark« vorwärts. Knappe zwei Minuten lässt Sänger/Gitarrist Daniel Bryntse verstreichen, dann erhebt er seine Stimme, erzählt die Geschichte einer Person, die an einem unwirtlichen Ort aufwacht …und keinerlei Erinnerungen an den Weltuntergang hat. Im Laufe des Konzeptalbums kehren vergessene Details, Erinnerungsbruchstücke zurück – die jedoch zu einer deprimierenden Erkenntnis führen.
Entsprechend klingt das gesamte Doom Metal-Werk sehr dunkel, sehr trostlos, sehr traurig. Der verzweifelte Klargesang Daniels dominiert, wenngleich er auch spärlich growlt; für die choralen Passagen greifen ferner Gitarrist Crister Olsson / Bassist Henrik Lindenmo zum Mikro. Der epische, atmosphärische 54-Minüter offeriert hypnotisch hoffnungslose Lieder, geschaffen aus herrlichen Gitarrenharmonien mit anmutigen Soli, wuchtig-drückenden Rhythmen und emotionalem Gesang. Meist vielschichtig arrangiert, aber auch mal puristisch wie in dem Gesang-Klavier-Stück »Peccatum« bleibt »SILENT RUINS« bis zum Schluss spannend: Eine dunkle Perle von erlesener Schönheit. (nat)
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