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The Door
(2008, ECM/Universal 175 7979)
Ganz behutsam, ganz langsam baut sich das die CD eröffnende Titelstück auf, mit wenigen Klaviertupfern, einem vorsichtigen Bass, der Drummer wartet noch, dann kommt Mathias Eick und mit seiner Trompete eine wunderschöne, fast einschmeichelnde Melodie. Diese schwillt langsam an, der Rhythmus verdichtet sich, wird sogar fast rockig – und entschwindet, wie er gekommen war. Ein passenderes Stück hätte der »Rising Star« unter den norwegischen Jazzmusikern nicht an den Anfang seiner CD stellen können.
Wäre »The Door« ein Wattebausch, so ist das folgende »Stavanger« nur das diesen Wattebausch umgebende, definierende molekulare Gitternetz: So reduziert agieren, so wenig spielen Eick und seine Mitstreiter hier. Von Audun Kleive (dr, perc) ist man anderes, heftigeres gewöhnt; Audun Erlien (b, g) kennt man etwa von Molvær, Seglem oder Aarset. Bei drei Stücken, u.a. dem hymnischen »Cologne Blues«, spielt Stian Carstensen Pedal Steel guitar – im Jazz kommt das nicht oft vor, hier aber gut! Wichtigster Partner von Eick ist allerdings der Pianist Jon Balke, der Räume öffnet und schließt, Harmonien ausbreitet und wieder einsammelt – er, der in seinen eigenen Projekten viele Stimmen dirigiert, lenkt hier sich und damit das Quartett. Mathias Eick (auch g und vib) schreibt acht wunderbar ruhige, mit manch traumhaften Melodien beseelte Stücke, spielt mit Hingabe, klarem, gelegentlich etwas verhangenem Ton. Vorher Telefon und Licht aus, Kerze an, dazu darf's auch ein Barolo sein. (tjk)
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