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Time, Space And Other Stories
(2006, Make My Day/Alive MMD020)
Eingespielt zwischen farbigen, von zackigen Herbstwinden herumgewirbelten Blättern und der regenklammen Tristesse graugetünchter Novembertage entspringt das dritte Album der Norweger verwunschenen Welten. Vielleicht ist es die raffinierte Zerbrechlichkeit, die fast sentimentale Auswüchse annimmt, vielleicht der versöhnliche Rockcharakter, der nur an wenigen Stellen die sanfte Oberfläche durchbricht und die Platte vor der drohenden Überromantisierung bewahren kann.
Sensibel ausstaffiert und mit filigranen Instrumentalspuren und detailreichen Tüpfelchen auf dem i beschwören sie unterschiedlichste Stimmungen, während eine Ahnung von Folk schwer über diesen Songs liegt, wie Tau auf den Blättern. Wer sich Lampshade, Beth Gibbons oder Sparklehorse beim gemeinsamen Musizieren vorstellen kann, der übersteht mit diesem Album die kälteren Tage des Jahres, auch wenn mangelnde Dringlichkeit und Aufregung den ganz großen Wurf vorerst in die Zukunft datiert. »TIME, SPACE AND OTHER STORIES« ist fordernd und gleichzeitig so sehnsüchtig, als habe die Band noch Hoffnung und große Träume. (maw)
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