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Tule Minun Luokseni, Kulta
(2009, Helmi Levyt 029)
Waldschratmusik, hoch eigenwillig. Herrn Keskitalo müssen wir uns vielleicht als Einsiedler irgendwo in den dichten Wäldern Ostfinnlands vorstellen, wo die Schatten lang sind und die Trolle garstiger als anderswo. Keskitalo, der seine Kreativität auch als assoziiiertes Mitglied der wesensverwandten Sonderlinge Paavoharju auslebt, schafft auf seinem dritten Album »TULE MINUN LUOKSENI, KULTA« Musik von grausamer, harscher, heftiger, bewusst roher Schönheit. Gitarre und Stimme, meistens. Die wehtun, die fast schon Angst machen. Mit Freak Folk ist nur ungenau beschrieben, um was es hier geht. Um Intensität und Sehnsucht und um eine unbestimmte Gefahr, die immer im Unterholz lauert. Dieser Sänger könnte ein Beil in Griffweite haben.
Geschichten kann er erzählen, die traurig sind, aber gewalttätig traurig, und selten ein gutes Ende nehmen. Die trotzdem erzählt werden müssen und in denen sich immer eine trotzige Zärtlichkeit verbirgt. Schräge Balladen und wackelige Walzer. Die sich wie schnell wachsender Efeu um uns winden und uns so schnell nicht mehr loslassen. Gefangen in den Wäldern! (emv)
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