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Alle Rezensionen zu Moonsorrow
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Viides Luku: Hävitetty
(2007, Spikefarm NAULA079)

Wäre das »fünfte Kapitel« (»VIIDES LUKU«) ein Kinofilm, müsste der Zuschauer Überlängen-Zuschlag für das Monumentalwerk löhnen: Gerade mal zwei Songs(!) packen Moonsorrow in die fast einstündige Spielzeit. Akustikgitarren und sphärisches Keyboard starten den Prolog »Jäästä Syntynyt« zum ersten Lied »Varjojen Virta«. Dieser beginnt mit gewaltigen Gitarrenriffs, färbt sich nach ohrenzerreißendem Gesang ganz und gar schwarzmetallisch, trotz eingestreuter Folklore-Elemente. Frostklirrend bläst der Wind, Eiskristalle gefrieren das Gesicht zu einer starren Fratze. Auf einen stürmischen Schlussteil folgt jähe Stille.

Bühne frei für das zweite Lied »Tuleen Ajettu Maa«: Schamanen trommeln hypnotische Rhythmen, der Boden beginnt zu beben, Riffgewitter grollen. Ville Sorvali kreischt, Gastsänger Thomas Vääänänen (Thyrfing) steuert seinen charakteristischen Kratzgesang bei; gegen Ende erklingt eine Hammondorgel(!). Wer Månegarm/Thyrfing mag, sollte reinhören – englische Texte wie gehabt im Booklet. (nat)



Siehe auch:
Chaosbreed
The Wicked
Finntroll
Larharyhmä

 Moonsorrow: Viides Luku: Hävitetty

Offizielle Website

Offizielle Website      www.moonsorrow.com

   

Kivenkantaja
(2003, Spikefarm/Indigo NAULA 041)

Schwermütige finnische Volksmusik verbindet sich mit heavy Melodien. Nein: Wir sprechen hier nicht von Finntroll; da fehlt die Humppa-Zutat – obwohl Henri Urponpoika Sorvali, anderen besser bekannt als Finntrolls Trollhorn (aka Larharyhmäs Bassist Karl-Heinz von Bismarck), die Tasten bedient.

Das vierte Werk der heidnischen Viking Metaler Moonsorrow schwelgt in ausladenden Keyboardklängen, erzittert unter dem wuchtigem Schlagzeug Marko Tarvonens (der ebenfalls bei Larharyhmä sowie The Wicked trommelt oder bei Chaosbreed klampft), vervollständigt durch Ville Seponpoika Sorvalis mal keifenden, mal klaren finnischsprachigen Gesang. Bedächtig und dennoch mächtig überzeugen die Finnen auf »KIVENKANTAJA« vor allem mit dem epischen Opener »Raunioilla« plus dem atmosphärischen, nahezu feierlichen Ausklang »Matkan Lopussa«, den männliche Chöre und hohe, reine Frauenstimmen prägen. (nat)

   

Voimasta ja Kunniasta
(2001, Spikefarm NAULA025)

Heldenhafte Krieger stürmen unter hymnischen Gesängen und druckvollen Gitarrenriffs kreischend vom Schiff an Land, hinein in die tobende Schlacht – so könnte das Bild aussehen, das bei diesen Melodien vor dem geistigen Auge entsteht. Der Zweitling schallt sehr schwarzmetallisch aus den Boxen; dies – wie in »Kylän Päässä« – mit Akkordeon oder Maultrommeln durchmengt führt zu einem ganz und gar spannenden Ergebnis.

Einen Finnisch-Crashkurs erteilen Moonsorrow nebenbei darüber hinaus: Für ihre nichtfinnischen Fans liegt die englische Übersetzung dem Booklet bei: So bedeutet »VOIMISTA JA KUNNIASTA« schlicht »Strength And Honour«. (nat)



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