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Light
(DVD, 2011, Rune Grammofon RDV 2112)
Aufgenommen im August 2008 als Auftragswerk zum 40. Geburtstag des Henie Onstad Kunstsenter bei Oslo, soll diese Performance eine Art Kombination aus Klang- und Video-Installation sein, ist de facto aber eher ein Konzert mit vier im Quadrat angeordneten Musikerinnen, zu dem ein paar Videobilder an die Wände projiziert werden. Möglicherweise erschließt sich der genaue Zusammenhang auf dieser DVD nur nicht so recht. Die Videoprojektionen scheinen weder allzu kraft- noch fantasievoll. Insofern war es womöglich eine sinnvolle Entscheidung, dass der Fokus auf die Dokumentation des Konzertauftritts gelegt wurde. Besitzern von CD-DVD-Kombinationsgeräten empfiehlt sich nach dem ersten Durchlauf das künftige Abspielen auf die reine Tonwiedergabe zu beschränken.
Auf dem Papier handelt es sich bei »LIGHT« um Spunks erstes Livealbum. Da ihre bisherigen vier CDs jedoch ohnehin live (im Studio) aufgenommen werden, besteht der Unterschied vorrangig darin, dass der 40-minütige Auftritt als ein unterbrechungsfreier Track präsentiert wird, was dem üblichen Konzertverlauf von Spunk entspricht. Die vorwiegend stille Musik mäandert und entfaltet sich in kontinuierlichem Fluss, wobei besonders die fragileren Passagen durch feine Details gefangen nehmen. Nur punktuell gibt es rasante, kurze, sich jagende Töne und Geräusche, wenn etwa Lene Grenagers Cello eher nach Drum Machine als nach einem Streichinstrument klingt. Eindringlich. Für denjenigen, der das Quartet bisher nicht im Konzert gesehen hat, wird »LIGHT« höchst spannend sein, da man hier einen sehr guten Einblick bekommt, wie die vier Damen miteinander arbeiten und jedes Stück aus dem Moment heraus entstehen lassen. Jüngste Teilnehmerin des Ensembles ist nebenbei bemerkt Maja Ratkjes jüngere Tochter, die bei dieser Performance noch versteckt im Mutterbauch sichtbar ist. (ijb)
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