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Cult
(2008, Fullsteam Records/PIAS FS102)
»CULT« ist bereits das zweite Studioalbum der Finnen, doch das Erste bei Fullsteam veröffentlichte – nach der selbstbetitelten EP. Etwas exotisch wirken die Jungs um Frontgrunzer Niinimaa inmitten der Indiebands dieses Labels schon, toben sie doch durch die metallische Death-Abteilung: Nach einem ruhigen, nicht mal einminütigen Intro speit Niinimaa giftige Vocals, Peltola malträtiert die Gitarre, Schlagwerker Janne Putkisaari knüppelt kräftig auf die Felle, willkommen in der »Cold Embrace«. Den größten Teil der halben Stunde ballern Medeia knallhart getreu dem Motto »Klargesang, was ist das? Hier kommt die Abrissbirne!«
Dabei drückt das Quintett nicht durchgängig aufs Gaspedal, sondern drosselt durchaus immer wieder die Geschwindigkeit. Die Tamperianer basteln vereinzelte Pianoklänge oder weibliche Töne in die elf Songs, doch trotzdem bleibt der Gesamtsound bretthart. Brecher wie »Made Flesh Again« oder die bereits von der EP bekannte »Unholy Communion« fräsen sich relativ schnell in die Ohren, andere Stücke brauchen mehrere Durchgänge. Eine Scheibe für Freunde von modernem Death, welche ausgereifte Spieltechnik zu schätzen wissen. (nat)
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