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Silent Rebellion
(2010, 65 Productions/Cargo)
»Von heute an will ich nicht älter werden«, so könnte das Motto lauten, unter dem Dollface agieren. Postpubertäre Wut, diffuses Aufbegehren, sinnloses Gegen-Wände-Rennen. Hadern mit der Welt und mit sich selbst. Kämpfen mit den Mitteln des schwitzigen Indierocks und zappeliger, nervöser New-Wave-Energie. Wir spielen ein bisschen mit dem guten alten Two-Tone-Takten. Das macht Laune. Alles wie gehabt. Die Gitarren summen und stechen, und danach gehen wir ein Bier trinken. Was das südschwedische Quintett auf seinem zweiten Album »SILENT REBELLION« vorlegt, ist gehaltvoll, aber unaufregend. Wie ein Leberwurstbrot mit Gurkenscheibchen.
Sänger Mattias Bjerstedt und seine Mitstreiter bewegen sich nicht wirklich vom Fleck. Verharren im Vertrauten. Rebellieren gegen die üblichen Feindbilder. Die Rock-Revolte, ein Klischee? Man müsste sich aus dem Fenster lehnen und sich etwas Neues trauen, etwas Unerhörtes, um einen Aufstand anzuzetteln. Dollface machen lieber vorsorglich die Fensterläden zu und spielen das alte Lied. Kein Straftatbestand, so etwas. (emv)
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