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Hamada
(2009, Sula/Universal 602527020419)
Molvær, der wie kaum ein Zweiter den Cool Jazz mit Elektronik, Live-Sampling und peitschenden Beats auf Touren brachte, kann sich daher bequem zurücklehnen und sich selbst zitieren. Was er denn auch zum Teil tut auf »HAMADA«, das die Erde mit all ihren Phänomenen und Wundern thematisiert. Er groovt jetzt nur noch im Trio, zusammen mit Gitarrist Eivind Aarset und Drummer Audun Kleive, die infolgedessen mehr Raum bekommen. Die allgegenwärtig durch den Klangraum flirrenden Tronics produzieren alle drei, und wie gewohnt schöpft der Trompeter die Spannbreite zwischen sphärisch-kühlen Träumereien und harten Freejazz-House-Ausbrüchen voll aus.
Und ebenfalls wie üblich gibt es einige Längen und improvisatorischen Leerlauf, aber auch Highlights wie den Track »Sabkah«, der zum Besten gehört, was Molvær je fabriziert hat: Aarset lässt die Saiten im Tremolo-Sound vibrieren, Kleive belastet die Tiefton-Lautsprecher mit einer fast subsonisch tiefen Trommel, und Nils Petter selbst muss da nur noch einsteigen und abheben. Ein Track, der das restliche Album-Niveau weit emporhebt. (peb)
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