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Celestial Circle
(2011, ECM/Universal 276 8056)
Eine interessante Besetzung hat die amerikanisch-dänische Perkussionistin, die bereits mit Jan Garbarek, Miles Davis oder Wayne Shorter spielte, da zusammengestellt: Der schwedische Bass-Senior Anders Jormin, die ebenfalls aus Schweden stammende und auch solo erfolgreiche Sängerin Josefine Cronholm sowie der amerikanische Pianist John Taylor und natürlich Marilyn Mazur selbst sind bereits seit 2008 mit ihrem Programm »CELESTIAL CIRCLE« live unterwegs; jetzt folgt endlich die Studio-Einspielung dazu - wie für die Plattenfirma ECM gewohnt klangtechnisch hochwertig im Osloer Rainbow Studio aufgenommen.
Faszinierend: Marilyn Mazurs Arsenal an Glöckchen, Schellen, Gongs und Trommeln, die sie mit erstaunlicher Finesse und Phantasie – fast wie ein Melodie-Instrument – zum Klingen bringt. Genau hier kommen auch die Vorzüge der Begleiter Tylor/Cronholm/Jormin gut zum Tragen, denn alle haben sich bereits qualifiziert als Musiker, die ungemein melodisch agieren können und ein großes Gespür beweisen für die »nicht gespielten Noten«, für die Pausen, die im Kopf des Hörers erst die Melodiebögen vervollständigen. Im Team bildet das Quartett eine grandiose Formation – spieltechnisch sowieso über jeden Zweifel erhaben ist Mazurs Truppe in der Lage, sich in rhythmisch komplex fließenden Träumereien zu verlieren, aber auch mit minimalem Aufwand große Energie freizusetzen. Man hört die Erfahrung, die die vier Musiker mit diesem Repertoire in den letzten Jahren schon auf den Konzertbühnen sammeln konnten. Und: Es bleibt stets spannend bei Marilyn Mazur. Jedes neue Lied driftet in neue, immer wieder unerwartete Richtungen ab. (peb)
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