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Alle Rezensionen zu Tracedawn
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Ego Anthem
(2009, Drakkar/Sony REDCD 2)

Damit der Stempel »junge Wilde« nicht so schnell verblassen kann, legen Tracedawn schon ein Jahr nach dem selbstbetitelten Debüt nach. Ja, noch leuchtet der Aufdruck, noch klingen die Burschen frisch und lebendig. Noch dominieren Dynamik und Spielfreude das grandios von Janne Joutsenniemi (Suburban Tribe) produzierte »EGO ANTHEM«. Noch wirkt die technische Brillanz der Musiker allein aufgrund ihres Alters erdrückend.

Die neun Stücke beißen sich alle auf hohem Niveau fest, die synthiebehafteten, wuchtigen Melodien á la Children Of Bodom offenbaren eine große Bandbreite und Antti Lappalainen meistert Klargesang ebenso wie tiefe Growls mit Bravour. Aber… ganz langsam schleicht sich das Gefühl in den Hinterkopf, die Songs funktionieren zu sehr, ohne hundertprozentig im Ohr zu bleiben – und: Der Aha-Effekt des Erstlings ist weg. Also Tracedawn, lasst euch mehr Zeit für den Drittling und drückt ihm euren eigenen Stempel auf, bevor der Alte endgültig verblasst. (nat)



Siehe auch:
Suburban Tribe
Children Of Bodom

 Tracedawn: Ego Anthem

Offizielle Website

Offizielle Website      www.tracedawn.com

   

Tracedawn
(2008, Redhouse/Sony BMG REDCD1)

Oha, im Opener »Without Walls« der finnischen Jungspunde steckt aber eine ordentliche Portion Children Of Bodom! Über die Gesamtlänge des gut 40minütigen Debüts verliert sich dieser Eindruck jedoch etwas, Tracedawn streifen Stratovarius und ähnlich gelagerte, theatralische Acts aus der Heimat – während Fronter Antti Lappalainen mühelos von (beinahe) Power Metal Gesang zu Death-Grunzen wechselt. Trotz ihres Durchschnittsalters – unter 18 Jahren – demonstrieren die Musiker ausgefeiltes technisches Können und ein gutes Gespür für Melodien.

Der selbstbetitelte, fett produzierte Erstling der melodischen Deather entstand übrigens unter den Fittichen von Thunderstones Nino Laurenne (arbeitete bereits mit Lordi, Stratovarius, Children Of Bodom). Und: Wer die Jungs schon mal live gesehen hat, etwa auf Tuska 2008, kann es bestätigen: Der Sixpack knallt auch auf der Bühne gehörig rein, sowohl instrumental als stimmlich. Die Zeichen stehen gut für d(ies)en finnischen Nachwuchs. (nat)



Siehe auch:
Children Of Bodom
Stratovarius
Lordi
Thunderstone



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