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Ego Anthem
(2009, Drakkar/Sony REDCD 2)
Damit der Stempel »junge Wilde« nicht so schnell verblassen kann, legen Tracedawn schon ein Jahr nach dem selbstbetitelten Debüt nach. Ja, noch leuchtet der Aufdruck, noch klingen die Burschen frisch und lebendig. Noch dominieren Dynamik und Spielfreude das grandios von Janne Joutsenniemi (Suburban Tribe) produzierte »EGO ANTHEM«. Noch wirkt die technische Brillanz der Musiker allein aufgrund ihres Alters erdrückend.
Die neun Stücke beißen sich alle auf hohem Niveau fest, die synthiebehafteten, wuchtigen Melodien á la Children Of Bodom offenbaren eine große Bandbreite und Antti Lappalainen meistert Klargesang ebenso wie tiefe Growls mit Bravour. Aber… ganz langsam schleicht sich das Gefühl in den Hinterkopf, die Songs funktionieren zu sehr, ohne hundertprozentig im Ohr zu bleiben – und: Der Aha-Effekt des Erstlings ist weg. Also Tracedawn, lasst euch mehr Zeit für den Drittling und drückt ihm euren eigenen Stempel auf, bevor der Alte endgültig verblasst. (nat)
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