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The Grieg Code
(2009, ACT/Contraire 9479-2)
Wieder einmal erweist sich Geir Lysne als einer der kreativsten Köpfe des norwegischen Jazz. Sein »GRIEG CODE« ist zwar eine Hommage an den größten Komponisten des Landes, aber kein billiges Verjazzen der Klassik-Hits. Lysne verwendet für seine Stücke lediglich kleine Teile aus Griegs Werk, verfremdet diese zudem bis zur Unkenntlichkeit und macht beispielsweise aus einer Violinenphrase einen Groove. Nur selten sind Motive Griegs erkennbar (oder sogar nur scheinbar?), wie in »Blog Her«; meistens könnte das musikalische Geschehen auch für sich selbst stehen.
Spannend genug sind die Klänge, die Lysne aus seinem Ensemble zaubert, allemal: Schon »Transad Nias« beginnt mit Maultrommel und Posaune, steigert sich dann in ein blechbläsernes Tohuwabohu – ähnlich einfallsreich und klangfarbenprächtig bleibt die ganze CD. 13 Musiker hat der Tenorsaxophonist versammelt, unter ihnen Tore Brunborg (ts, fl), Arkady Shilkloper (flh, frh), Helge Sunde (tb), Bjørn Kjellemyr (b) und der hier nicht Eisinstrumente, sondern Percussion spielende Terje Isungset – natürlich ist er auch der Maultrommler. Ein großes Werk, an dem auch Edward Grieg seine Freude hätte. (tjk)
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