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Wounded Rhymes
(2011, Warner)
Tut Liebeskummer weniger weh, nur weil man stylish leidet? Wohl kaum. Lykke Li ist auf ihrem Zweitling »WOUNDED RHYMES« das Mädchen, das trotzig mit der Traurigkeit Händchen hält. Das sich mit Vorliebe in den dunklen Ecken herumdrückt, dort, wo die Verletzungen lauern. Aber wo es eben aufregend ist und sie sich mit rauhfasiger, fast gebrochener Stimme bewusst der Gefahr stellt, verwundet zu werden. Sie flirtet mit dem Cinemascope-Blues, unter heftigem Einsatz rhythmischen Schlagwerks und angesagtem 60ies-Carnaby-Street-Orgelgeschwurbel.
Das ist im Ergebnis trotz aller ausgefeilten Produktion eben noch gerade eben so nicht Mainstream. Und unbedingt tanzbar! Lykke Li ist intelligent, wendig, eigenwillig. Bewahrt sich einen Rest feministischer Hexenhaftigkeit, um gerade eben noch anzuecken. Atmet eine kraftvolle, dunkle Macht, die Männer verunsichert. Aggressive Frauen, iiiieh! Es sind die langsamen, intensiven Songs wie »Jerome« und »Silent My Song«, die am eindrücklichsten wirken. Schlagen wir die tribale Trommel mit Lykke Li. (emv)
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