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Quiet Joy
(2005, Jazzland/Universal 06024.9870459)
Fünf Jahre zuvor stellte sich die in Dänemark geborene und in Norwegen aufgewachsene Pianistin mit ihrem ersten Album vor. Schon damals war zu ahnen und dann Stück für Stück zu hören, dass hier eine Musikerin kompromisslos konzentrierten Jazz pflegt und für modische Avancen an Pop und Soul weder Sinn noch Geduld hat. Diese Spur verfolgt sie nun strikt weiter, wobei der Reiz ihrer Musik zunehmend im Dialog zwischen freieren Akkordfolgen und zuweilen ironisch aufbereiteten Jazzstandards liegt.
Und so ertappt man sich immer wieder dabei, wie man beim Hören einerseits die ernste Miene des Rotwein-trinkenden Jazzkenners aufsetzt, dem es nicht sperrig und verschlungen genug sein kann, und wie man andererseits mit heiterem Lächeln ihre Jazz-Zitate mit der flachen Hand mitklopft. Dass es ihr nicht an Selbstbewusstsein mangelt, zeigt sich auch daran, dass das Trio mit dem Bassisten Ole Morten Vagan und dem Schlagzeuger Thomas Strönen schlicht ihren Namen trägt – nicht mehr, nicht weniger. (frk)
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