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Heal My Violence
(2009, Eigenverlag)
Es könnte sein, dass sich Elina Johansson alias Dear Euphoria in einem Hexenhäuschen am Rande des Waldes wohnt, weit abseits der rationalen Erwachsenenwelt. Dort eigensinnig ihre magische, verrätselte Realität entwirft, in der die Schatten fliegen und die Gewissheiten schwinden. Versponnen, hexenhaft, feengleich. Etwas schwer Greifbares verbirgt sich auf dem Zweitling »HEAL MY VIOLENCE« im lichten Laubwald. Halb weiße Frau, halb sanfte Zauberin spielt Johansson mit zurückgenommene Electronics, einem schüchternen Piano und naiven Streichern. Und der eigenen hellen Stimme, die immer wieder an Loreena McKennit erinnert.
Minimalistische Balladen erzählen, vom Verlieren und Vielleicht-Wiederfinden. Kleine kammermusikalische Melodramen mit leichter Hand entwerfen. Kundig arrangierte Kunstlieder. Schwebende Hymnen. Das ist zutiefst romantisch, dieses Sehnen. Diese blauen, schwebenden Seelenzustände. Nur bei »Pop Pills« ergreifen triphopeske Beats kurzzeitig die Macht und lassen die Traumwelt aufstieben. Nur damit sich Die Sängerin hinterher um so bewusster hinter wabernden Nebeln und Andeutungen zurückzuziehen kann. Geheimnisvoll lächelnd. Irgendwie herausfordernd. (emv)
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