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666 International
(2003, Moonfog 020CD)
Die Band Dødheimsgard ist ein Paradiesvogel im schwarzmetallischen Käfig. Sie spielt weder klassischen, frostigen, typisch norwegischen Black Metal im Stile von Emperor, Darkthrone oder(frühe) Satyricon, noch synthiebeladenen à la (späte) Dimmu Borgir. Stattdessen springen die Norweger um Vicotnik auf »666 INTERNATIONAL« völlig abgedreht, experimentell durch die Unterwelt: Die 1994 gegründete Truppe verquirlt in ihrem Hexenkessel Black Metal-typische Blastbeats/Gitarrenlinien, Keifen, Kreischen, Fauchen mit schrägen Samples, morbide verzerrtem Gesang, Elektrobeats, klassischem Klavier und Industrial.
Das Ergebnis ist ein gut einstündiges, durchgeknallt avantgardistisches Black Metal-Werk mit neun diabolischen Vollsongs – und einem kurzen Hiddenstück alias Track 66. Der neunminütige Opener »Shiva Interfere« und das finale »Completion« sind die extremsten / ausgereizesten Beispiele der Chaos-Kultgruppe, der Rest rangiert dazwischen. Schwarzmetall-Freunde ohne Elektro-Phobie sollten unbedingt in die mutigen Dødheimsgard reinhören. (nat)
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