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Alle Rezensionen zu Emma Salokoski, Ensemble
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Kaksi Mannerta
(2006, Texicalli Records TEXCD 066)

»KAKSI MANNERTA«, zwei Kontinente, zwei Welten? In Emmas Welt liegt Brasilien neben Finnland. Emma Salokoski bringt tatsächlich diese beiden Pole zusammen, verbindet südamerikanische Grooves und finnische Songs nebst Texte, lässt alte und vergessene Songs in neuem Glanz erstrahlen, und ihr Ensemble unglaublich lässig grooven: Bei ihr brauchen Pop, Jazz, Bossa Nova und Tango kein Schengener Abkommen – zwei Kontinente, eine Musik!

Mit »Katsele Yössä« des großen finnischen Songwriters Pekka Streng eröffnet sie die CD und führt mit sanfter Melancholie auf eine fast falsche Fährte – danach sorgt sie mit »Miksi Sä Meet« (der alte Schmachtfetzen »Porque Te Vas«!) für erste Verwunderung und beweist, dass finnisch gesungen mindestens so schön klingt wie italienisch, portugiesisch oder spanisch: Aus »Look Around« von Sergio Mendes wird »Siis Katso Vaan«. Ganz großes Kino für die Ohren ist ihre Version von Becks »Nobody’s Fault But My Own«, hier »Näkymätön«: Kann ein Song schöner, ergreifender sein? Auch als Komponistin überzeugt sie mit dem herrlichen Tango »Sua Jos Aattelen«. Eine ganz feine Band hat sie beisammen mit Mikko Kosonen (g), dem auch selbst erfolgreichen Tuomo Prättälä (p, key), Lauri Porra (b) und Marko Timonen (dr, perc). Emma Salokoskis glasklare und doch warme Stimme lässt ohnehin Steine schmelzen. (tjk)



Siehe auch:
Emma Salokoski Trio
Quintessence
Tuomo
Pekka Streng

Emma Salokoski: Kaksi Mannerta

Offizielle Website

Offizielle Website      www.emmasalokoski.net

   

Veden Alla
(2008, Texicalli Records TEXCD 090)

»VEDEN ALLA«, unter Wasser – natürlich klingt Emma Salokoski nicht, als würde sie im Swimming Pool singen, aber sie taucht tief ein in ihre Songs, lotet sie aus, macht jeden einzelnen zu einem kleinen feinen Kunstwerk, ohne dass die Songs irgendwie gekünstelt oder überfrachtet daher kämen.

Wieder hat sie sich bei einheimischen Songwritern und Sängern bedient: Dave Lindholm steuert den vergleichsweise flotten Opener »Ja Sinun Äänesi« bei, »Rakkaus Polttaa« von J. Karjalainen kommt herrlich leicht latin-angehaucht daher, der Titelsong mit Text von Emma Salokoski wirkt traumhaft verspielt. Sogar an Bob Dylan wagt sie sich, aus »Girl from The North Country« wird der »Pohjan Poika« - brilliant. Ebenso einfach wie schön auch »Lamppulaulu«, bei »Oodi Kahville« wird es kaffeemäßig brasilianisch. Die unveränderte Band spielt unspektakulär, mannschaftsdienlich und sehr gut, lässt Emma Salokoski viel Raum, den sie mit der ihr eigenen charmanten Präsenz nutzt. (tjk)



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