|
Strjon
(2007, Rune Grammofon/Cargo RCD 2061)
Es ist Arve Henriksens dritte CD bei Rune Grammofon – und, man muss es leider sagen, seine bisher schwächste. Zwar schafft es der Trompeter, Experimentator und Supersilent-Visionär auch auf »STRJON«, benannt nach und wohl verbunden mit seiner Heimatstadt, Klänge zu erschaffen, die man so noch nicht gehört hat: harsch verzerrte Solotrompeten, Grobheiten und spröde Schönheiten von Orgel, Klavier, Synthesizer seiner Kollegen Ståle Storløkken und Helge Sten. Aber der magische Zusammenhang der Vorgängeralben fehlt.
Atonales steht zu allein, seltsam billige Keyboard-Klänge wollen nicht zu den anderen Collagen passen, die technisch kalten Loops nehmen Henriksens Kreativität den Schwung. Nur dann und wann, bei »Wind And Bow«, »Glacier Descent« und »Alpine Pyramid«, das wie ein Renaissance-Konsort klingt, ist diese unverstellte, überirdische Schönheit wieder da. Suche ist wichtig in der Musik. Man darf sich nur nicht verirren. (sep)
|