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Alle Rezensionen zu Ane Brun
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Spending Time With Morgan
(2003, DetErMine Records/Zomba DEMCD01)

Zuerst zog die Norwegerin von Oslo nach Bergen, dann nach Stockholm. Dort verbringt Ane Brun ihre Zeit (fast) nur mit Morgan, ihrer Gitarre. Auf der Bühne natürlich oder bei ausgedehnten Spanien-Urlauben. Sehr genau studiert hat sie Folk-Charakterköpfe wie Nick Drake, Tim Buckley, die frühe Joni Mitchell, Michelle Shocked und vor allem AniDiFranco, zu der sie die meisten Parallelen aufweist. Denn auch Ane will unabhängig bleiben mit ihrem Label »DetErMine Records«, zu deutsch etwa: »Das sind meine Platten«!

Ihr Debüt verspricht der Singer/Songwriterin eine große Zukunft, denn sie wühlt sich mit modulationsreicher Stimme durch ihr ganz eigenes, sympathisch knorriges Folkrock-Panoptikum, oft instrumentiert mit Lap Steel und Streichern und bunt ausgeschmückt mit Hippie-Reminiszenzen. (peb)



Siehe auch:
Washington
Moneybrother
Little Gang


Zum Artikel über Ane Brun

Ane Brun: Spending Time With Morgan

Offizielle Website

Offizielle Website      www.anebrun.com

   

It All Starts With One
(2011, Balloon Ranger Recordings/Cargo)

Es gehört schon etwas dazu. Widersprüchliches wie Puzzleteile zusammenzufügen so dass sie ein stimmiges Ganzes ergeben. Ane Brun schafft das auf ihrem vierten Album »IT ALL STARTS WITH ONE« mit spröder, unterkühlter Selbstverständlichkeit und wohl akzentuierten Gefühlsausbrüchen. Wunderbar changierend zwischen Diva und Chanteuse, zwischen Holly Golightly und Ani DiFranco. Souveräne Erwachsene und verschlossen-trotzige Aufmüfpferin in Schwarz. Disco, Nachtclub, Existenzialistenkneipe: In all diesen Welten bewegt sich die Norwegerin mit großer Selbstverständlichkeit.

Ane Brun schwelgt in eleganten, bislang sogar opulenten Arrangements vom Pianowohlklang über Streicherschmelz bis zur tribalen Trommelei. Vorbei die Zeit der Kargheit, in der die Gitarre Morgan die beste Freundin war. Einfühlsam produziert von Tobias Froberg, unter tätiger Unterstützung von Freunden. Wobei das zurückgenommene »Worship« mit José González eingesungen ist und allem Duo-Schmalz eine entschiedene Absage erteilt, indem jeder Künstler seinen eigenen Raum einnimmt und beide Stimmen sich dennoch zärtlich austauschen. Die Sängerin baut eine Spannung auf, die sich in »The Light From One« in einem leisen Aufruf zur Revolution entlädt. Um dann wieder ins Kühle abzutauchen, so als man an einem Spätsommerabend zur Dämmerung im Waldsee schwimmen geht. Vertraut und irgendwie doch beunruhigend.
(emv)



Siehe auch:
José Gonzalez

   

Changing Of The Season
(2008, DetErMine Records DEMCD08)

Es ist schwierig, glücklich zu sein, singt Ane Brun im Titelstück »Changing Of The Seasons«. Aber aufgeben, nur weil sich uns das Glück hartnäckig verweigert – das tun wir noch lange nicht. Gehen wir eben noch ein paar Umwege und stolpern hier und straucheln dort. Aber irgendwie verlernen wir das Lächeln dabei nicht. Obwohl uns öfters zum Heulen wäre bei all diesem Pech in der Liebe. Aber es gibt einen tröstlichen Gedanken: Wir sind beim Fallen und Wiederaufstehen nicht alleine.

Die norwegische Chanteuse kämpft mit ihren Mitteln gegen das Unglück an: Mit reduzierten, eigensinnigen, eigenwilligen kleinen Songpreziosen, die am besten zur dunkelsten Nachtstunde goutiert werden. Produziert hat Valgeir Sigurdsson, der schon den Songs von Sigur Rós, Múm und Coco Rosie die nötige Leichtigkeit trotz all dieser irdischen Schwere mitgegeben hat. Zwischendurch wird es leicht melodramatisch. Aber nie zu sehr. Denn dazu ist Ane Brun ein viel zu neugieriges Spielkind, das noch jedem roten Ball hinterherspringt. (emv)



Siehe auch:
Sigur Rós
Múm

   

A Temporary Dive
(2005, V2/Zomba DEMC03)

Eineinhalb Jahre nach ihrem erfolgreichen Debüt schenkt uns die blondgelockte Songwriterin wieder ein Werk, das aus Engelsfeder geschrieben wurde. »A TEMPORARY DIVE« ist Ane Bruns Verarbeitung der zurückliegenden, ereignisreichen Monate, in denen sie auf unzähligen Bühnen stand und zu einer Musikerin heranwuchs, die in der Liga der gemachten Liedermacher mitspielen kann.

Denn erneut beweist sie mit ihrem Album beherzten Tiefgang und große Emotionalität, nur melodiöser, einfacher arrangiert und einprägsamer als auf dem Vorgängeralbum. Sie orientiert sich verstärkt an den Weiten der amerikanischen Country- und Folkszene und schrieb mit »Song No. 6« ein wundervolles Duett mit Ron Sexmith. Traumhaft. (lic)

   

Duets
(2005, DetErMine Records 1036852)

Nach zwei fantastischen Alben legt Ane Brun jetzt ihr drittes Meisterwerk vor. Diesmal ein ruhiges Singer-Songwriter-Sammelalbum, gefüllt mit zehn wunderbaren Duett-Songs, die sie in den letzten Monaten ihrer Karriere mit Künstlern wie Teitur, Ron Sexsmith, Syd Matters, Lars Bygdén, Tobias Fröberg oder Ellekari von The Tiny aufgenommen hat.

Sämtliche Musiker sind zwar noch keine Weltberühmtheiten, aber definitiv Musikperlen, die es allemal wert sind, gehört zu werden. Bekannter dagegen sind schon Anes Landsgenossen Madrugada, mit denen sie den Song »Lift Me« eingespielte. Hier zeigt die Songschreiberin besonders, welch fabelhafte Sängerin sie ist. Einfach schön. (lic)



Siehe auch:
Teitur
Madrugada



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