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Transsilvanian Hunger
(1994, Peaceville CDVILED43)
Wenn ein Chor aus 50 Schwarzafrikanern »wir sind die Arier« sänge, wäre dies Ironie. Wenn Darkthrone auf der Rückseite eines Albums ihre Musik als »Norsk Arisk Black Metal« (= norwegischer arischer Black Metal) abstempeln, ist das bitterer Ernst. Trotz aller (aufrichtigen?) Distanzierungsbemühungen werden sie ab sofort von diversen Musikzeitschriften boykottiert. Die Neuauflage des Kultalbums »TRANSYLVANIAN HUNGER« anno 2003 trägt übrigens nur noch das Etikett »True Norwegian Black Metal«. Soviel zur Vorgeschichte der letzten Scheibe der legendären Trilogie (»A BLAZE …«, »UNDER A FUNERAL MOON«, »TRANSILVANIAN HUNGER«).
Der 39-minütige Viertling hat immer noch, wenngleich weniger als »A BLAZE …«, maßgeblichen Einfluss auf die Black Metal-Szene: Poltrig rumpelt er daher, finster, bösartig, roh, derb, schlecht produziert, kurz: kompromisslos puristisch, dafür aber erstaunlich melodisch. Primitive, penetrant wiederkehrende Riffs begleiten das schlichte, sich minimalst änderndes Schlagzeug. Nocturno Culto faucht (bis auf den Titeltrack) norwegisch ins Mikro. Die Texte stammen übrigens je zur Hälfte aus der Feder des Schlagzeugers Fenriz alias Gylve Nagell und Varg Vikernes' – der bereits wegen Mordes am ehemaligen Bandkollegen Euronymus im Knast sitzt. In diesem Sinne: Fröhliches Hören.
PS: Die Re-Release hat ein Interview als Zugabe. (nat)
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