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Celebrating Life
(2008, Morr Music/Indigo mm 080)
»I'm very influenced by loads of great musicians in the music scene here in iceland«, schreibt Borko, der normalerweise als Film- und Theatermusiker sowie Musiklehrer an einer isländischen Grundschule tätig ist. Und bestätigt damit, was man schon vermutet hat: Auch Borko alias Björn Kristiansson vermischt wie viele seiner Landsleute holprige Beats mit Störgeräuschen, kombiniert blecherne Bläser mitklingelndem Glockenspiel oder Piano mit Trompetenfanfaren und liebt es, zwischendurch hymnische Gesänge darauf zu schichten. Das erinnert an Múm oder Sigur Rós, aber nicht als Kopie, sondern lediglich als isländischer Lokalkolorit, als eine Art, Dinge zu sehen und anzugehen.
Isländische Musik im Allgemeinen und Borkos Debüt im besonderen ist einerseits sperrig, andererseits aber auch zauberhaft eingängig durch die vollmundigen Melodien – auf angenehme Weise versponnen und immer für Überraschungen gut. Oder wer sonst brächte es fertig, mit »Spoonstabber« einen Song zu schreiben, der von einem Schlag in die Magengrube handelt, verabreicht im Schatten einer kleinen Kirche im Osten Islands? (peb)
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