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The National Bank
(2004, Mercury/Universal 986750-6)
Ungehemmt romantisch und gleichzeitig cool zu sein – eigentlich nicht hinzukriegen, dieser Spagat. Dass es doch geht, beweist das Debütalbum dieser norwegischen Allstar-Boyband um Thomas Dybdahl und die Horntveth-Brüder. Ebenso wie andere Verrenkungen der besonderen Art: Trip Hop trifft auf Las Vegas, der Schmuse-Entertainer auf den spröden Verweigerer, die Rüschenhemd-Fraktion auf die blassen Nickelbrillenträger. »Ist das jetzt schon Kitsch oder ist das immer noch Kunst?«, fragt man sich beim Hören bang. Die Grenze zwischen beiden Genres ist erstaunlich grün und kaum auszumachen.
Trotz aller gekonnten Elektronikfrickeleien, trotz aller intelligenten Beats kommen The National Bank hier erstaunlich staatstragend daher und sind in Momenten nur wenige Meter vom Formatradio-kompatiblen Heulsusenpop entfernt. Auf sehr hohem Niveau natürlich. Am ehesten bei sich selbst sind diese Songs dann, wenn sie zurückhaltend-balladig sind. Wenn sie den ewigen Zitierwahn wie überflüssigen Ballast abwerfen und einfach nur entspannt den Dingen ihren Lauf lassen. (emv)
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