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Is That You?
(2005, Emarcy/Universal 987017-7)
Die Messlatte lag hoch: Was kann nach Rebekka Bakkens grandioser »Art Of How To Fall« kommen, um nicht als Selbstplagiat oder Absturz zu enden? Und der erste Eindruck lässt auch etwas ratlos zurück: Schöne Songs zwar, aber ganz anders als der Vorgänger. Kein Jazz mehr; nein, das ist ja Pop – herrje, welche Verschwendung! Aber schon bald wird klar, dass sie sich eben einfach weiter entwickelt hat, sich irgendwie neu erfunden hat – und sich dennoch treu bleibt.
In elf Songs eröffnet Rebekka Bakken einen eigenen Kosmos aus Melancholie und Sinnlichkeit; sie schafft Stimmungen und Schwingungen, wühlt textlich in Liebe und Leben in allen Schattierungen – und erklimmt als Song(!)writerin die Klasse, die sie mit ihrer einzigartigen Stimme schon längst erreicht hat. Eine exzellente Band setzt behutsame, sparsame Akzente: Lars Danielssons reduzierter Bass, das genial-unauffällige Schlagzeug von Per Lindvall und vor allem die schwebenden Schattenspiele von Gitarrist Eivind Aarset: Besser, passender, einfühlsamer geht's nicht. »We cannot change the stars, but we can see the moon«, singt sie, und es gibt eine Gänsehaut nach der anderen, sogar Tränen in den Augen: Kein Tag mehr ohne diese traumhafte CD! (tjk)
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