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September
(2011, Emarcy/Universal 06025 2773006)
Rebekka Bakken setzt sich den Hut auf und reitet ins amerikanische Hinterland, und jedes Mal, wenn sie absteigt, singt sie ein Lied: »SEPTEMBER« verortet sich zwischen Country-Folk-Pop und Singer-Songwriter-Tradition, wobei sowohl Neil Young wie Judy Collins in den Sinn kommen – denen ist sie stimmlich weit über-, in Sachen Songwriting jedoch ebenso unterlegen.
Diese CD ist zu schön, um sie nicht zu mögen, sie hat einen angenehmen Flow, es passt in sich. Aber sie ist zu schwach, um sie zu lieben. Es fehlt an interessanten Arrangements, hier und da ein Solo wäre auch nicht schlecht. Andererseits sind einige Perlen unter dem Dutzend teils recht einfach gestrickter Songs: der Titelsong für ihren verstorbenen Vater, »Never Been To Paris« ist fein, und dann sind da noch die Covers, die’s raus reißen: Springsteens »Wrestler« und vor allem das wunderbare »Forever Young« von Alphaville. Es ist also wie immer: Rebekka Bakken hat die tollste Stimme der Welt, bleibt weit unter ihren Möglichkeiten, aber man kann es ihr nicht recht übel nehmen. (tjk)
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