|
Sonata Mix Dwarf Cosmos
(2007, Rune Grammofon RCD 2066)
Für ihr erstes Soloalbum hat sich Susanna Wallumrød von ihrem magischen Ein-Mann-Orchester Morten Qvenild als festem Partner verabschiedet, dafür aber eine ganze Reihe von Rune-Grammofon-Kollegen ins Boot geholt: ihren Bruder Christian am Klavier, Øystein Greni an der Gitarre, Pål Hausken am Schlagzeug, Helge Sten mit seinem Mellotron, Bassist Ingebrigt Håker Flaten, außerdem eine Harfenistin und Thereminspielerin.
Jetzt sollte man trotzdem nicht mit überbordenden Arrangements rechnen; die Songs bleiben minimalistisch, entkernt, traurig, wenn auch nicht so düster und voller Weltschmerz wie auf den Vorgängeralben. Sanft verrauchte Jazz-Töne dominieren. Die zwölf selbstgeschriebenen Songs sind wohnlicher, ohne die dunkel saugenden Abgründe von »Jolene« oder »Hallelujah« – immer noch eher ein Herbst- als ein Sommeralbum, aber weniger konsequent, weniger kompromisslos melancholisch. Und dennoch ist Susanna mit ihrer verlorenen und doch so stilsicheren Stimme immer noch eine kostbare, schwarz schillernde Perle norwegischer Popmusik. (sep)
|