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Laulu Laakson Kukista
(2008, Fonal Records FR-55)
Klänge, die man kurz vorm Aufwachen aus verworrenen Träumen hört. Klänge, die kurz vorm Ertrinken vorbeiziehen könnten, wenn man bereits aufgegeben hat und nur noch letzte Erinnerungsfetzen durchs Bewusstsein huschen. Ein tastender Versuch der Annäherung an Paavoharju, dem Projekt um die Gebrüder Ainala, die flüchtigen Waldgeistern gleich sofort hinter Bäumen verschwinden, wen man sich ihnen zu nähern wagt. Das Beunruhigende und Großartige an Paavoharju ist es, dass sie sich auf ihrer zweiten Veröffentlichung »LAULU LAAKSON KUKISTA« (Lied über die Blumen des Tales) weiterhin eigensinnig und selbstbewusst jeder Einordnung in gängige Genres entziehen.
Es ist Musik, die man so noch nicht gehört hat. Taumelnde Walzer, nostalgische Shanties, kreischende Raben, ferne Choräle, russischer Weltschmerz, Bollywood-Melodramen, beunruhigende Radio-Störgeräusche, mystische Beschwörungsformeln, auf Abwege geratene Seventies-Discobeats, Kirmesklänge, fernes Flüstern, Electronics, die sich im Dunkeln verirrt haben. Um nur einen kleinen Pfad in das Dickicht der Paavoharju-Parallelwelt zu bahnen. In dem man jederzeit verlorengehen könnte. Anspruchsvoll: Ja! Aber erstaunlicherweise innerhalb dieser verstörenden Welt auf eine eigentümliche Weise glücklich. Sehr glücklich. (emv)
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