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Alle Rezensionen zu Gunnel Mauritzson
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Whatever Happens
(2008, Laika/Rough Trade 3510244.2)

Alle Achtung – die gotländische Sängerin hat sich enorm weiter entwickelt, was aber auch an der komplett ausgewechselten Begleitband liegen dürfte: Jonas Knutsson spielt sein typisch jubilierendes Saxophon; auch Drummer Christian Jormin fällt mit sehr phantasievollem und klangfarbenreichem Spiel auf. Bassist Stefan Wingefors steuert außerdem stimmungsvolle Akkordeon-Soli bei, so etwa bei der stillen Ballade »Om dagen vid mitt arbeite«.

Die Ausrichtung des gesamten Albums rutscht so weg vom früheren »Hardcore-Folk« und hin zum nordischen Folk-Jazz. Das steht Gunnel Mauritzson ausgezeichnet, und auch die Klangqualität erreicht nun im Vergleich zu den Vorgänger-Alben höchstes Niveau. Unumstrittenes Highlight bleibt jedoch das eröffnende »Sjöanemoner«: Hier heißt es eintauchen, träumen, abheben. »Das ist aber schöne Elfenmusik«, sagte meine sechsjährige Tochter beim zufälligen Hören dieses Lieds. Recht hat sie. (peb)



Siehe auch:
Bäsk
Groupa
Annbjørg Lien
Väsen

Gunnel Mauritzson: Whatever Happens

   

Outward Passage - Raisa Äut
(2003, Laika/Zomba 3510178.2)

Die auf Geige und Oboe klassisch ausgebildete Gunnel Mauritzson ist Gotländerin, von Geburt und im Herzen, auch wenn sie nun in den Stockholmer Schären lebt. Nach zwei wegweisenden Alben mit Gunnfjauns Kapell gräbt sie nur noch solo nach den folkloristischen Schätzen ihres Landes und speziell ihrer Insel, zusammen mit einigen der fähigsten Begleiter: Der Bäsk-Geiger Hans Kennemark, der sonst bei Groupa tätige Pianist Rickard Åström und seine graue Saiten-Eminenz Roger Tallroth, sonst u.a. bei Väsen und Annbjørg Lien aktiv, zimmern ein handwerklich exquisites Fundament.

Das besteht neben zwei eigenen Beiträgen und einem südafrikanischen Ausflug überwiegend aus Mischkompositionen, wo Gunnel Mauritzson einem traditionellen Text eine eigene Melodie zufügt oder umgekehrt. Sie brilliert dazu mit weichem, bei weitem nicht so harschem Gesang wie etwa Lena Willemark oder Emma Härdelin. (peb)

   

Åter
(2001, Laika/Zomba 351.0158.2)

Eine schöne Band hat sich die schwedische Folksängerin Gunnel Mauritzson da zusammen gestellt: handwerklich beschlagen, mit nur wenig Rückgriffen ins Elektrische. Es ist ihre hell-voluminöse Stimme, die sich zuerst einprägt und die ihre Bearbeitungen gotländischer Volkslieder wie ihre Eigenkompositionen entschieden trägt.

So ist »ÅTER« eine wunderbare Kombination aus vorantreibenden, vor Lebenslust überquellenden Traditionals und verhaltenen, wenn auch selbstbewussten Eigenkompositionen. Diese überzeugende Produktion wirkt temporeich und zielsicher, geduldig und ausgefeilt zugleich. (frk)



Siehe auch:
Ulf Meyer, Martin Wind & Jan-Peter Klöpfel



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