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Dwell Time
(2009, Jazzland/Universal 06025 270971 07)
Der Osloer Saxofonist, bekannt durch seine Arbeit mit Wibutee und für Bugge Wesseltoft, Sidsel Endresen oder Anja Garbarek liebt das Improvisieren. Das wurde bereits auf dem Debüt »SINGLE ENGINE« deutlich, aber auch bei seinen Konzerten. Die bestreitet Håkon Kornstad wirklich allein – für einen Saxer sehr ungewöhnlich. Doch er nutzt Technik: Er speist seine eigenen Melodien in ein Echogerät und begleitet sich so selbst.
Und das klingt bei ihm überraschend schmeichelnd, obwohl er mit Ingebrigt Flåten schon reichlich bewiesen hat, dass er ein arger Lärmbolzen sein kann. "Bei »SINGLE ENGINE« wollte ich abwechslungsreich sein, jetzt wollte ich in eine bestimmte Stimmung kommen und darin verharren", erzählt er selbst. »DWELL TIME« hat in der Tat eine kontemplative, meditative Komponente, die es zu entdecken lohnt. Was das allerdings mit der Schneekanone auf dem Cover zu tun hat, muss jeder selbst ergründen. (peb)
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