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Turbo
(2006, Westpark/Indigo 87128)
Junge schwedische Talente, die sich dem Neo-Folk verschrieben haben, frisch und modern aufgepeppt natürlich, gibt es viele. Hoven Droven stachen aus dieser Masse immer schon heraus, denn: Die fünf Burschen fabrizieren für eine Folk-Combo ordentlich Krach und verschieben die Crossover-Grenz deutlich Richtung Rock. Trotz musikalischer Wurzeln bei Polskas, Walzer und Polkas bleiben offen bekundete musikalische Vorbilder wie Kiss oder Motörhead erkennbar und der Fez nie auf der Strecke – siehe Cover.
Klar: Auch das rein instrumentale »TURBO« wird wieder im Folkregal eingeordnet werden, und das ist richtig so. Das hält aber zum Beispiel Drummer Björn Hoglund nicht davon ab, sein Drumkit erbarmungslos zu verdreschen, und Gitarrist Bo Lindberg darf – zumindest in seltenen Momenten – sein profundes Rock-Handwerk zur Schau stellen. Insgesamt mag das mit der Wucht eines Wirbelsturms vorbeiziehende Album für ungeübte Ohren etwas eintönig wirken, doch immer, wenn einmal schier die Luft wegbleibt, gewähren eingestreute Balladen Erholungspausen. (peb)
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