|
Conditions For A Piec Of Music
(2007, Rune Grammofon/Cargo RCD 2065)
Auf dem Cover eine Sternenkarte vor einem saugenden schwarzen Loch; die Stücke tragen Titel wie »Comphonie IV« oder »Pentassonance«. Ultralyd sind mit ihrem aktuellen Album scheinbar in intellektuellen Räume vorgestoßen, die sonst eher von solchen Kopfkünstlern wie Stockhausen und Co bewohnt waren. Statt des energiereichen Hardcore-Freejazz, den Gründer Frode Gjerstad geprägt und den die Band auf »Chromosome Gun« mit Warp-Geschwindigkeit zelebriert hat, trudeln die Klangwelten dieses Albums schwere- und richtungslos durch stille Räume.
Nach Neuer Musik klingt das, ohne fokussiert genug dafür zu sein, nach dem schweren, dumpfen Sound von Doom-Metal, das allerdings zu selten. Ansonsten quietscht und wabert es viel – ein stetes Probieren, das anstrengend ist, weil es keine Angriffspunkte gibt, in denen man sich einklinken und in die Wolken eintauchen könnte. So bleibt diese Musik fremd, wie durch ein Teleskop betrachtet – schade. Mit Bodenhaftung verhallte der Ultraschall von Ultralyd nicht so weit gestreut im All. (sep)
|