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Máhkarávju
(1992, DAT DATCD-12)
Nicht das Tonstudio oder die Konzertbühne ist die ursprüngliche Umgebung für jedwede musikalische Urform, sondern die Natur – dies gilt insbesondere für das Joiken der samischen Bevölkerung. Daher ist es durchaus schlüssig, dass der junge Joikmeister Johan Anders Bær – mit samischem Namen Rásttoš Juhán Niillasa Juhán Ánde – sich eine ganz besondere Umgebung für die Aufnahme seiner Debut-CD wählte: das Nordkap.
Als Begleitung fungieren hier Wellen und Wind, als Chor unzählige Seevögel, deren Geschrei in keinster Weise stört. Von Nils-Aslak Valkeapää trefflich aufgenommen, kann man hier Joik in seiner Urform hören. Einen Brückenschlag zur Neuzeit, wie das Cover mit Bær in Motorradjacke vermuten lässt, findet man hier nicht – und vermisst ihn auch nicht. Allerdings wirken die Joiks auf Dauer dann doch etwas eintönig. (tjk)
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