|
Straum
(2000, Rune Grammofon/Universal RCD2015)
Nils Øklands Instrument ist die Hardanger-Fiedel. Er streicht sie mit einer Zartheit, dass man unwillkürlich innehält und schaut, ob irgendwo ein Stück blauen Himmels zu entdecken ist. Bisher hat Økland in verschiedenen Ensembles gespielt und wesentlich die norwegische Folkfestival-Szene bereichert. Dann aber wollte er auch solo all seine Einflüsse verarbeiten: ein Studium der Geige, ein Studienaufenthalt in Budapest sowie die Beschäftigung mit dem Komponisten Franz von Biber (1644-1705) in Amsterdam.
Das Titelstück »Straum« greift den Impetus serieller Musik auf, »Var« öffnet sich umsichtig dem Jazz, »Gorrlaus« rockt den Folk. Begleiten lässt er sich dabei von traditionellen Folksängerinnen, von klassisch ausgebildeten Geigern bis hin zu Musikern aus dem Supersilent-Umfeld. Eine stille, meditative, entrückende Produktion, die zeigt, dass Folk keinesfalls im Mitklatschen enden muss. (frk)
|