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Mot
(2011, Kirkelig Kulturverksted FXCD367)
Susanne Lundeng ist eine Grenzüberschreiterin, die mit ihrer Violine unterm Arm über Zäune klettert. Die vielleicht allzu engen Bande zum norwegischen Folk hat sie abgestreift, aber nie gekappt. Lundeng hat sich aufgemacht in das Niemandsland, wo sich traditionelle Volksweisen, Kunstlied, Jazz und Neue Musik treffen. Anspruchsvoll ist das unbedingt, auf den ersten Blick unzugänglich allemal. Auf »MOT« (Mut) hat die Musikerin eng mit dem Komponisten Rolf Wallin zusammengearbeitet, der für sie das 21-minütige Experimentalstück »Imella« erarbeitet hat.
Wer die Ohren öffnet und Geduld für neue Erfahrungen mitbringt, wird herausgefordert und belohnt: Mit einem Ausflug in musikalische Landschaften, in die sich Susanne Lundengs sensible Violine erst vorkämpfen muss. Sich reibt. Unerwartet Funken sprüht. Einfühlsam unterstützt von Bugge Wesseltoft an der Orgel und Bjørn Andor Drage am Piano. Bekanntes und Fremdes. Vertrautes und leicht Bedrohliches. Erfordern Mut. Ebenso wie die Bereitschaft der Künstlerin, ihre eigene, helle Stimme erstmals einzusetzen. Stehenbleiben? Susanne Lundeng nicht. (emv)
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