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Tacking
(2007, Service/Alive SERV024)
Diese Rezeptur köchelt bei kleiner Hitze auf dem Herd und schlägt ab und zu Blasen. Nett, sehr nett. Dass im gepflegten Elektropop nicht unbedingt die Leidenschaften explodieren, geht klar. »TACKING«, die zweite Veröffentlichung des schwedischen Duos The Embassy, setzt genau auf diese ach so hippe, croonig-abgehobene, designstudentenhafte, hochnäsige Coolness mit blubbernden Beats, tweepoppigen Gitarrenläufen, Vocodermätzchen und extrem gelangweilten Vocals. Das ist nett, aber viel zu gefällig. Irgendwie fehlt etwas. Auf Marketing-Deutsch nennt man das den Unique Selling Point (USP). Das, was ein Produkt von anderen unterscheidet. Sucht man den USP, stehen die beiden Botschafter plötzlich wie der Kaiser ohne Kleider da. Denn wo eigene Kreativität zu finden sein müsste, klafft eine einzige Leerstelle.
Die Pet Shop Boys in ihrem dandyhaften Weltschmerz oder die Gitarrenverliebheit der Field Mice tauchen als überlebensgroße Referenzgrößen im musikalischen Kosmos der beiden Stockholmer auf. Und diese angesagten Retro-Sixties-Keyboards im Easy-Listening-Gewand. Aber so richtig hängen bleibt keiner der Songs, dazu sind sie zu harmlos und zu selbstverliebt. Das Endprodukt ist allenfalls halbgar. (emv)
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