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Demon Jukebox
(2007, 12 Tonar 12T033)
Als Soundtrack zu einem Horrortrip im eigenen Kopf eignet sich diese dämonische Jukebox vortrefflich. Schon die manisch-dadaistischen Titel machen klar, wohin die Reise geht: »Tremendously Sick Horror Art Poetry« etwa, oder, noch besser: »Inspired By Long Hours Of Continous Repetitive Deep Irritations And Uncontrollable Agony«. Das Psycho-Kollektiv besteht aus Jóhann Jóhannsson, Stillupsteypa, DJ Musician, Curver von Ghostigital, BJ Nilsen (Touch Music). Zusammen ballen sie 70er-Splatter-Soundtracks, Aphex Twin, Kraftwerk, Frankenstein-Georgel, Krach und Dark Wave zusammen – was ein großer Spaß ist, andererseits aber auch echt verstörend – so würde vermutlich ein verrückter Computer komponieren.
Vom stillen, tiefen Wahnsinn (Summen und Rumpeln und Grummeln) bis zur schreiend grellen Variante sind alle Tönungen des Irrsins vertreten; der Dämon ändert jede Minute seine Fratze. Manchmal tauchen erschreckend tanzbare Beats auf oder Fetzen herzzerreißend schöner Keyboard-Linien. Das hypnotische musikalische Pandämonium scheint sich dann kurz aufzuhellen, bevor es wieder im digitalen Chaos versinkt. So wie im letzten Track, der wieder einen dieser verschroben-treffenden Titel trägt: »Wake To Find Hands Missing«. Fies, aber teuflisch gut – und nichts für schwache Nerven. (sep)
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