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Alle Rezensionen zu Ólöf Arnalds
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

Við og við
(2007, 12 Tonar 12TO41)

Es ist die erste Soloplatte der Sängerin, die man auch bei Múm schon säuseln hörte, und sie balanciert gekonnt auf Messers Schneide. Denn instrumentiert sind die zehn Songs ungeheuer knapp, mit Gitarre und Harfe, mal hauchige Trompete, mal kaum unhörbare Orgel. Dazu dieses dünne, fast brüchige, kindliche Stimmchen von Ólöf Arnalds, das von jeder anderen Besetzung zerdrückt würde wie ein Schmetterlingsflügel. Doch so funktioniert es: die simplen Gitarrenfiguren, die träumerisch hingespielten, wie zufällig in die Songs hineingeratenen Begleitinstrumente, die tastenden Texte, und Harmonien, die sich nach stoischen Wiederholungen des immer Gleichen plötzlich wirr verschlingen und schlingern, kurz aus dem Lot geraten und traumwandlerisch unspektakulär wieder zurückfinden.

Genau wie der zweiköpfige Schwan, der das kleine Büchlein ziert, in das die CD eingesteckt ist. Seine beiden Hälse verschlingen sich zu wirren Knoten, tauchen durch die Seiten, ins Wasser und wieder hinaus – ein sehr treffendes Bild, um Ólöfs Songs zu beschreiben: genauso charmant, spielerisch, kindlich, intim und trotzdem unlösbar wirr. Am Ende der Wirren sind die beiden Köpfe wieder bei sich und schauen einander an. Eine wunderschöne CD, ein beachtenswertes Debut. (sep)



Siehe auch:
Múm

Ólöf Arnalds: Við og við

Offizielle Website

Offizielle Website      www.myspace.com/olofarnalds



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