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Mourning Golden Morning
(2010, And The Sound Records ATSR006)
Erwachsen werden heißt Rückschläge verkraften und trotzdem weitermachen. EF sind zum Trio geschrumpft. Leiser, behutsamer, bedachter präsentieren sie sich auf ihrem dritten Album »MOURNING GOLDEN MORNING«, ohne auf die leidenschaftlichen, kathartischen Ausbrüche zu verzichten, die das emotionale Zentrum des Postrock sind. Oder liegt dessen Essenz nicht doch in der romantische Empfindsamkeit, dem endlose Suchen und Verirren in ausufernden Soundstrukturen? Im Niemals-Ankommen-Wollen?
EF sinnen in sieben quellwasserklaren, unschuldigen Songs den flüchtigen Gefühlen und den großen Fragen nach. Mit viel Bedacht und Zärtlichkeit. Überschreiten mutig, mitg großen Augen, immer wieder die Grenzen: Zur symphonischen Filmmusik, zur Leichtigkeit des Pop, zur taubengrauen Melancholie der »Gymnopédies«. Ob diese Jungspunde jemals von Erik Satie gehört haben oder einfach instinktive Geistesverwandte sind? Eine träumerische Frauenstimme blitzt auf wie eine Sternschnuppe, verschmilzt mit Tomas Torssons Gesang, verglüht. Gitarren, Drums und die Hilfe einiger Freunde an den Streichinstrumenten. EF erschaffen mit geringen Mitteln eine weite symphonische Landschaft von nahezu erhabener Größe und üben sich gleichzeitig in bewusster Bescheidenheit. Eigenartig. Großartig. (emv)
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