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Aurinko, Aurinko, Plaa Plaa Plaa
(2006, Fonal Records FR-47)
Worum geht es eigentlich im Rock? Nein, nicht um gestylte Frisuren, arrogante Attitüden oder den jüngsten Myspace-Eintagesfliegenhit. Nein, es geht um Energie, es geht um Anarchie, es geht um Leidenschaft, es geht ums Grenzüberschreiten und es geht um Hingabe. Es geht um Frechheit, es geht ums Können und es geht darum, sich den Teufel darum zu scheren, was der Rest der Welt davon hält. Risto, das Quartett aus Tampere um Sänger Risto Ylihärsilä, sind eine wunderbar respektlose Band, die all diese Vorgaben aufs Schönste erfüllen. Dass sie auf ihrer zweiten Veröffentlichung »AURINKO AURINKO PLAA PLAA PLAA« auf finnisch singen, ist nebensächlich. Die Botschaft kommt an.
Risto nehmen den Kanon souverän auseinander und stecken mit Gusto ihren eigenen Claim ab, weit draußen, aber trotzdem ganz nah. Streifen Discostampf, Schlager, Rap, die Singer-Songwriter-Schiene und angepunkten Wave und ein bisschen Blues. Und sie tun das hochlebendig, präzise und haben vor allem einen Riesenspass dabei, der sich beim Hören unwiderstehlich überträgt. Selbst bei den traurigen Songs. Das fängt beim ersten elektrisierenden Ton des Openers »Rakkauden Rock« an und hört bis zum Ende nicht mehr auf. (emv)
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