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Reformation
(2006, Spinefarm SPI259CD)
Melodischer Death? Power Metal mit Folkelementen? Progressiver Blastbeat-Keyboard-Trash? Kiuas schmeißen so viele Gewürze in die Suppe, dass der sie Auslöffelnde keinen eindeutigen Geschmack erkennt: Zuerst schnipseln die Finnen melodische Gitarren klein und verquirlen diese mit Ilja Jalkanens Gesang von death-thrashig-rau bis harmonisch klar. Atte Tanskanen streut ein Pfund Keyboard-Pulver in den Topf, Markku Näreneva allerhand Blastbeats, Mikko »Ilmarinen« Salovaara schüttet einen halben Liter Power Metal aus seinen Saiten, Basser Teemu Tuominen verpasst der ganzen Pampe eine ordentliche Dröhnung.
Viele Köche verderben den Brei – vor allem, wenn sie nur auf die bewährten Zutaten des ersten Erfolgrezeptes »SPIRIT OF UKKO« zurückgreifen. Lässt sich der Gourmet den Opener »Race With The Falcons« noch auf der Zunge zergehen, so bleibt danach kein Bissen des Zweitlings länger als nötig im Mund. Fazit: Wer das Debüt nicht kennt, mag das unterhaltsame Gericht, für Kenner hat »REFORMATION« einen aufgewärmten Beigeschmack. (nat)
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