|
Meet Me Around Midnight
(2007, ACT/Contraire 9716-2)
Das schlimmste, was man über Soul sagen kann, ist: Es berührt nicht, weder Herz noch Hüften. Genau das aber muss man Ida Sands Debut attestieren, genauer gesagt: Die CD plätschert nur so dahin. Wobei die Voraussetzungen so schlecht nicht waren: in eine musikalische Familie aufgewachsen, Musikgymnasium in Stockholm, Studium Klavier und Gesang in Göteborg, Arbeit mit Jazzern etc. Kontakt zum Label ACT, inzwischen die Topadresse für schwedische Musiker.
Und dann ging alles wohl etwas zu schnell. Fix Nils Landgren angerufen, Studio gebucht. Die Songs hat Ida Sand selbst ausgesucht (zwei Eigenkompositionen, die zumindest nicht negativ auffallen) und arrangiert: nach eigenem Bekunden mit dem Gesang im Focus. Aber mussten die Arrangements dann doch so langweilig geraten? Mussten Lars Danielsson (b), Rasmus Kihlberg (dr) und die Gitarristen Ulf Wakenius und Henrik Jansson so brav und bieder zu Werke gehen, als stünden sie kurz vorm Einschlafen? Es gibt ein paar gute Songs, sicher, aber das Gros der Coverversionen enttäuscht doch durch Belanglosigkeit, von »Here Comes The Rain Again« bis »One For My Baby«. Und musste Nils Landgren bei »Use Me« unbedingt mitsingen? (tjk)
|